Fritz!Box goes Hybrid

Die Telekom bietet manchen Kunden, die aufgrund der Infrastruktur nicht das an Geschwindigkeit bekommen können, was sie gerne hätten, einen Hybridrouter an. Das Teil verbindet sich über DSL für VOIP und per LTE fürs Surfen.
Will man sich aber nicht mit den Konfiguration unfreundlichen Geräten abmühen und dennoch den Aufwand klein halten, dem kann ich den Lösungsansatz meines Freundes Benjamin Rottmann ans Herz legen.

Für diese Lösung nehmt ihr noch einmal die alte Fritzbox mit S0-Port in die Hand, die vielleicht noch in der Schublade liegt und richtet sie ganz normal ein. Dann fügt ihr als ISDN Gerät eine Telefonanlage für alle Nummern ein und verbindet das Y-Kabel einerseits mit der zweiten Box, andererseits mit dem ISDN-Stecker in den S0-Port der ersten Box. Aus Sicht von Box Nr 2 hängt diese nun direkt an einem ISDN-Anschluss und hat einen UMTS-Stick fürs Internet. Die Grafik zeigt im Detail nochmal den Aufbau.fritzhybrid_lte

 

Das ganze geht sogar noch einen Schritt weiter (Achtung: noch nicht ausreichend getestet): Beide Boxen lassen sich übers LAN verbinden, womit beide direkt erreichbar sind. Zudem lässt über die Einstellung des Gateways in den TCP/IP Daten auch entscheiden, welcher Rechner über welche Box raus geht, wie eben auch in der Grafik dargestellt.

Was bringt mir das nun ohne LTE? Nun gibt es auch noch in größeren Städten noch nicht flächendeckend Highspeed-Internet (>16k). Nach Berichten ist aber auch das Kabelnetz durchaus nicht vollkommen stabil, oder man hat gewisse Dienste bei dem bisherigen Anbieter gekoppelt (z.B. 1und1 DSL und Handy-Vertrag, samt Nummern). Dann lässt sich eben auch über die gleiche Konfiguration eine hybride Variante für DSL und Kabel basteln, wie z.B.:

fritzhybrid_cable

Bei der Kabelvariante gibt es eine kleine Besonderheit. Da die 6490 kein DSL-Modem hat, fehlt auch der ISDN-Eingang, wodurch nun die erste Box die Telefonfunktion übernehmen muss. Wenn der Kabelanschluss wirklich nur für den Internetanschluss und nicht für Portfreigaben, Telefon, etc. genutzt wird, reicht notfalls auch das 08/15 Modem, da diese meistens über eine eigene, wenn auch recht proprietäre Oberfläche verfügen.

Offiziell von AVM abgesegnet ist das Ganze noch nicht, man ist aber durchaus an solchen Ideen interessiert, heißt es.

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